Anleitung

Was ist PflanzCheck?

Eine Android-App zur ersten Bodeneinschätzung — ohne Labor, direkt im Feld.

Was die App kann
Wildpflanzen per Foto erkennen (via Pl@ntNet)
Erstes Bodenprofil aus Zeigerpflanzen ableiten
10 Bodenachsen auswerten (pH, Feuchte, Stickstoff …)
Beobachtungen per GPS einer Fläche zuordnen
Komplett offline im Feld arbeiten
Flora-Incognita-CSVs im Portal auswerten
Was sie nicht kann / ersetzt
Keine Laborprobe — keine exakten Messwerte
Einzelne Pflanze ≠ gesicherter Befund
Kein Ersatz für agronomische Fachberatung
Pl@ntNet-Erkennung nicht immer fehlerfrei
Kein iOS / kein Browser — nur Android
Keine Schwermetall-Bestätigung ohne Bodenprobe
Voraussetzungen
Android-Gerät
PflanzCheck-Konto
Kamera-Berechtigung
GPS aktiv
APK-Installation erlaubt

Der Download ist nur nach Anmeldung mit deinem Konto möglich; einen freien Download gibt es nicht. Eine Installation aus unbekannter Quelle muss im Android-System einmalig erlaubt werden.

Zur App-Installation

Schritt für Schritt: Erste Analyse
1
App öffnen & Fläche wählen
Neuen Standort anlegen oder einen bestehenden auswählen. GPS muss aktiv sein, damit Beobachtungen automatisch zugeordnet werden.
2
Pflanzen fotografieren
Pro Fläche 5–10 verschiedene Wildpflanzen fotografieren. Je mehr Arten, desto aussagekräftiger das Profil.
Tipp: Verschiedene Stellen der Fläche abgehen, nicht nur einen Punkt
3
Pl@ntNet-Vorschlag bestätigen
Die App zeigt den wahrscheinlichsten Artvorschlag. Stimmt er nicht, kannst du manuell aus einer Liste wählen oder die Beobachtung überspringen.
4
GPS-Punkte gruppieren
PflanzCheck fasst Beobachtungen nach Standort zusammen. So entsteht pro Fläche ein eigenes Profil — auch wenn du mehrere Flächen hast.
5
Bodenprofil lesen
Das Ergebnis zeigt Tendenzen auf den 10 Achsen. Grüne Balken = klarer Hinweis, grau = zu wenig Daten für eine Aussage.
Mehr Beobachtungen = zuverlässigeres Profil
Die 10 Analyseachsen
🌿
Stickstoff
Zeigt, ob der Boden nährstoffreich oder -arm ist — relevant für den Düngungsbedarf.
💧
Feuchtigkeit
Hinweis auf Staunässe, Grundwassernähe oder trockene Verhältnisse.
🧪
pH-Wert
Sauer, neutral oder basisch — beeinflusst die Nährstoffverfügbarkeit stark.
🧂
Salz
Erhöhte Salzgehalte können auf belastete oder stark gedüngte Böden hinweisen.
🟫
Bodenart / Humus
Hinweis auf Lehm-, Sand- oder Humusanteile im Boden.
🌾
Kalium
Kaliumversorgung des Bodens — wichtig für das Pflanzenwachstum.
👣
Verdichtung
Zeigerpflanzen können auf Trittbelastung oder Bodenverdichtung hinweisen.
☀️
Licht
Bevorzugen die Pflanzen Schatten oder volle Sonne? Gibt Aufschluss über den Standort.
🌡️
Wärme
Wärmeliebende Arten zeigen ein wärmeres Mikroklima an.
⚠️
Schwermetall / Galmei
Bestimmte Pflanzen wachsen bevorzugt auf schwermetallbelasteten Böden.
Grenzen verstehen
Tendenzen, keine Laborwerte. Zeigerpflanzen sind Indikatoren — sie geben Richtungen an, aber keine präzisen pH- oder Nährstoffwerte.
Eine Pflanze allein sagt wenig. Erst ab 5–10 Beobachtungen derselben Fläche wird das Profil wirklich aussagekräftig.
Verdichtung ≠ Lehmboden. Lehm- oder Schwerboden-Hinweise sind nicht automatisch ein Zeichen für Verdichtung durch Befahrung oder Tritt.
Schwermetall braucht Bestätigung. Galmei-Zeigerpflanzen sind ein Hinweis, kein Beweis. Bei Verdacht: Bodenprobe im Labor.
Pl@ntNet kann irren. Immer den Vorschlag prüfen. Falsch bestimmte Pflanzen verfälschen das Profil — lieber überspringen als falsch bestätigen.
CSV-Portal

Wer bereits mit Flora Incognita arbeitet, kann Beobachtungs-Exporte direkt im Browser auswerten — ohne die App. Das Portal akzeptiert CSV-Dateien mit wissenschaftlichem Namen, deutschem Namen, Score und GPS-Koordinaten.

Die Nutzerkonten sind identisch mit der App — kein separater Login nötig.

Zum CSV-Portal

Häufige Fragen
Warum stimmt der Pl@ntNet-Vorschlag manchmal nicht?
Pl@ntNet arbeitet bildbasiert und kann bei schlechter Fotoqualität, ungewöhnlichen Winkeln oder seltenen Arten falsch liegen. Immer prüfen — bei Unsicherheit lieber manuell wählen oder überspringen.
Was bedeutet „verdichtet" konkret?
Die App zeigt einen Verdichtungshinweis, wenn mehrere Zeigerpflanzen typisch für trittbelastete oder mechanisch verdichtete Böden sind — z. B. Gänsefingerkraut oder Breitwegerich. Das ist kein Messwert, sondern ein Hinweis zum Nachschauen.
Kann ich mehrere Flächen vergleichen?
Ja — GPS-Punkte werden automatisch nach Standort gruppiert. Verschiedene Flächen auf demselben Betrieb erhalten separate Profile, die du nebeneinander ansehen kannst.
Funktioniert die App ohne Internet?
Ja, vollständig. Beobachtungen bleiben lokal gespeichert. Wenn du angemeldet bist, werden die Daten (ohne Fotos) synchronisiert, sobald wieder Verbindung besteht.
Werden meine Fotos gespeichert oder weitergegeben?
Nein. Fotos bleiben ausschließlich auf deinem Gerät. Auf dem Server landen nur aggregierte Metadaten — keine Bilder.
Powered by Pl@ntNet

Der verwendete bildbasierte Pflanzenartenbestimmungsdienst basiert auf der Pl@ntNet-Erkennungs-API, zugänglich über my.plantnet.org.